Ruhepuls messen und mehr über Ihr Sterberisiko erfahren

Nur wenige Menschen kennen ihren eigenen Ruhepuls, wie schon einige Nachrichten verlauten ließen. Sie sollten ihn aber kennen, denn er kann viel über Ihre Gesundheit aussagen und ob Sie ein Risikopatient sind. Die Forscher der Universität Göteborg in Schweden begannen mit Untersuchungen des Ruhepulses und wie sich jener auf die Herzgesundheit auswirkt. Der große Clou: Es war keine kurzangelegte Studie, sondern die Wissenschaftler haben die Probanden über einen Zeitraum von ganzen 21 Jahren beobachtet und untersucht. Nur so konnten sie heute eine Aussage dazu treffen, ob der Ruhepuls wirklich etwas mit dem Sterberisiko zu tun hat.

Die Forschungskriterien

Die Forschungen begannen im Jahr 1993 und erstreckten sich bis zum Jahr 2014. In dieser Zeit wurden rund 798 Männer untersucht, die alle dieselbe Voraussetzung erfüllen musste: Ihr Geburtsjahr musste 1943 sein. Zunächst füllten die Probanden einen umfangreichen Fragebogen aus, der sich mit ihrem Lebensstil, vorherigen Herzerkrankungen in der Familie sowie dem eigenen Stresslevel befasste. Darüber hinaus wurde der Ruhepuls gemessen. Wiederholt wurde dieser Vorgang in den Jahren 2003 und 2014. Je nach Ruhepuls wurden die Teilnehmer jetzt in vier Gruppen eingeteilt. Darunter die Personen mit 55 Herzschlägen und weniger, danach 56 bis 65 Herzschläge, anschließend 66 bis 75 Schläge und zum Abschluss mehr als 75 Herzschläge.

Was haben sie herausgefunden?

Die Ergebnisse der Studie sind mehr als interessant. So wurde festgestellt, dass ein doppelt so hohes Risiko besteht, dass Sie in den nachfolgenden 20 Jahren, also vor dem 71. Geburtstag, sterben, wenn Ihr Puls über 75 Schlägen liegt. Besonders im Vergleich zu den Personen, die höchstens 55 Schläge aufgewiesen haben. Doch das war noch nicht alles. Die Teilnehmer, die einen hohen Ruhepuls besaßen, hatten eine höhere Wahrscheinlichkeit an einer schweren Herzkreislauf-Erkrankung zu erkranken. Natürlich kann es über die Jahre zu Änderungen im Ruhepuls kommen, zum Beispiel durch vermehrten Stress. Sollte es nur zu minimalen Veränderungen kommen, liegt das Risiko um 44 Prozent geringer, an Herzkreislauf-Erkrankungen zu leiden. Steigt der Ruhepuls aber kontinuierlich an, erhöht sich auch das Risiko. Warum Menschen mit einem erhöhten Ruhepuls gefährdeter sind? Der Grund ist denkbar einfach, denn die häufigen Schläge strengen das Herz mehr an.

Sie haben Probleme mit Wunden? Erfahren Sie hier mehr über die Wundheilungsphasen bei Hansaplast.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.